1. Februar 2017

Ein gutes Briefing ist ein gutes Briefing ist ein gutes Briefing

Will man am Ende gute Ergebnisse seitens eines guten Texters haben, braucht es im Vorfeld auch ein mindestens genauso gutes Briefing. Egal ob der Texter nun beim Kunden vor Ort sitzt oder remote vom eigenen Home Office aus zuarbeitet. Gerade bei einer Beauftragung auf Remote-Basis spielt ein optimal erstelltes Briefing eine essentiell Rolle, wirkt es sich letztendlich doch direkt auf den qualitativen Output aus. Denn getreu dem Motto: „Mach aus Scheiße Gold!“ funktionieren kreative Prozesse leider eher selten. Und wenn dann doch etwas Gutes dabei herauskommt, ist es entweder der Verdienst des mitdenkenden Kreativen oder schlichtweg nur ein „Lucky Punch“.

Wer jetzt denkt, dass ein Briefing die Kreativität ja nur einschränken würde, ist vollkommen auf dem Holzweg. Denn meistens haben die Auftraggeber durchaus eine konkrete Vorstellung von dem, was sie als Ergebnis in den Händen halten wollen – zumindest was die Aussage und die Ziele einer Werbemaßnahme angeht. Soll heißen: Kein Briefing bedeutet noch längst nicht Narrenfreiheit. Vielmehr hält man mit einem guten Briefing von Anfang an die Züge in der Hand und kann die kreativen Prozesse in gewisser Weise mitsteuern. Will man also Extrarunden und vor allem unnötige Korrekturschleifen vermeiden, sollte nicht nur der Freelancer möglichst kongeniale Ideen aufs Papier bringen. Nein, auch der Auftraggeber ist gewissermaßen in der Bringschuld.

Und was gehört jetzt zu einem guten Briefing? Einige wichtige Punkte sollten in jedem Fall schon einmal nicht fehlen. Dabei kommt es aber nicht darauf an, dass der Projektmanager halbe Romane niederschreibt. Viel wichtiger sind konkrete und kurze Angaben, die dem Kreativen als Orientierungspunkte dienen und sprichwörtlich im Zaum halten. Was braucht es also idealerweise, damit ein Briefing beim Texter gut ankommt?

  1. Herleitung: Was ist die Ausgangslage?
  2. Background: Umfassende Informationen zum zu bewerbenden Produkt.
  3. Aufgabe & Ziel: Was konkret soll ausgearbeitet und erreicht werden?
  4. Botschaft: Was soll eigentlich vermittelt werden?
  5. Zielgruppe: Möglichst genaue Definition der zu erreichenden Personen.
  6. Tonalität: Wie soll die Zielgruppe angesprochen werden.
  7. Timing: Welche Deadlines und Termine müssen beachtet werden.
  8. Beispiele: Eventuell existieren schon Vorlagen, die als Anregung dienen können.

Nicht alle oben aufgeführten Punkte müssen dabei auch zwingend berücksichtigt werden. Wenn einzelne Elemente nicht benannt werden können oder den Kreativprozess eher behindern, sollten sie einfach außen vor gelassen werden. Eines ist aber fast so sicher wie das Amen in der Kirche: Desto konkreter das Briefing, umso genauer wird auch der freie Texter mit seinen Headlines, Longcopies und Konzepten sowohl beim Aufttraggeber als auch bei der eigentlichen Zielgruppe ins Schwarze treffen.

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Allgemein gedankengut

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Date

1. Februar 2017

Author

veischu